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17. Okt 2008

awt Rechtsanwälte begrüßt Urteil zu Telefondiensten

Ein neues Urteil des Amtsgerichts Bonn (AZ 3 C 65/07) bekräftigt die Verantwortlichkeit der Eltern für ihre Kinder auch im Falle von in Anspruch genommenen Telefondienstleistungen. Die Münchner Anwaltskanzlei awt Rechtsanwälte befürwortet die Entscheidung, dass auch bei kostenpflichtigen Telefondiensten die Eltern in der Haftung stehen. awt Rechtsanwälte hat langjährige Erfahrung darin, die Forderungssteller in solchen Fällen zu unterstützen.

Hintergrund des Urteils ist, dass ein Minderjähriger unter Benutzung des Telefonanschlusses der Eltern sich unter Vermittlung über einen Auskunftsdienst erotische telefonische Leistungen eines anderen Unternehmens anbieten ließ. Der Auskunftsdienst hatte den Sohn mit der Erotikhotline verbunden – nach ausdrücklicher, vorheriger Information über die Kosten. Die Vermittlungsgesellschaft hätte nun nach Ansicht des Vaters diese Gespräche nicht verbinden dürfen, da somit die von ihm vorgenommene Sperrung kostenpflichtiger Nummern umgangen werde. Ein etwaiger Vertrag sei demnach sittenwidrig. Überdies sei sein Sohn nicht geschäftsfähig, da er minderjährig ist.

awt Rechtsanwälte unterstützt im Gegensatz dazu die Argumentation des Gerichts, das die Klage des Vaters abgewiesen hat. „Hier greift zum einem die so genannte Anscheinsvollmacht, denn der Auskunftsdienst musste annehmen, dass der Sohn zum Nutzen des Services berechtigt war“, informiert ein Experte von Auer Witte Thiel. „Zum anderen ist es die Aufgabe solcher Informationsdienste, Rufnummern, Name und Anschrift weiter zu geben und, falls gewünscht, zu verbinden“, erklärt der Experte von awt Rechtsanwälte weiter. Wenn der Kläger mit entsprechenden Telefongesprächen seines minderjährigen Sohnes nicht einverstanden ist, hätte er entsprechende Vorsorgemaßnahmen treffen müssen, zum Beispiel auch eine Sperre der Auskunftsrufnummern beantragen. Der Experte von awt Rechtsanwälte zum Urteil: „Hier wird wieder deutlich, wie weit die Aufsichtspflicht der Eltern geht. Ob es nun ums Internet geht oder um Telefonate mit kostenpflichtigen Diensten: Die Eltern haften für ihre Kinder.“ Die Kanzlei awt Rechtsanwälte unterstützt insbesondere Diensteanbieter und Hotlines bei der Durchsetzung ihrer berechtigten Forderungen. Bereits seit vielen Jahren ist die Münchner Kanzlei awt Rechtsanwälte erfolgreich auf diesem Gebiet tätig.

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