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17. Sep 2013

awt Rechtsanwälte: Vermieter muss Geruchsbelästigung durch Zigarettenrauch nicht akzeptieren

In den eigenen vier Wänden ist Rauchen zwar grundsätzlich gestattet. Fühlen sich Nachbarn dadurch belästigt, kann es jedoch eine Kündigung rechtfertigen, erklären die Rechtsanwälte der Kanzlei awt. Ein Urteil dieser Art sprach das Amtsgericht Düsseldorf im Fall eines Mieters aus, der seine Wohnung über das Treppenhaus gelüftet hatte. Laut Vermieterin lüftete der 75-jährige, starke Raucher seit rund 1,5 Jahren nicht über die Fenster, sondern stets über das Treppenhaus, woraufhin sich andere Mieter bereits massiv beschwert und mit Kündigung gedroht hätten. Wiederholte Abmahnungen hätten am Verhalten des Rauchers nichts geändert.

awt Rechtsanwälte: Urteil des Gerichts bestätigt fristlose Kündigung

Dass der Mieter bereits 40 Jahre in der Wohnung lebte und schon immer darin geraucht hatte, war dabei nicht von Belang, denn die Klage der Vermieterin richtete sich nicht gegen das Rauchen in der Wohnung, sondern explizit gegen das Lüftungsverhalten. Da sich der Mieter erst seit 1,5 Jahren rücksichtslos verhielt und dafür auch mehrfach abgemahnt worden war, könne auch von keiner jahrelangen Duldung die Rede sein, erklärt awt. Das Urteil des Amtsgerichts Düsseldorf bestätigt diese Einschätzung: Demnach sind Vermieter nicht verpflichtet, Zigarettenrauch im Treppenhaus zu dulden. Denn der Schutz der körperlichen Unversehrtheit der übrigen Mieter überragt die persönliche Handlungsfreiheit des Rauchers. (Az.: 24 C 1355/13).

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