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16. Dez 2013

awt Rechtsanwälte: Schlüsselverlust kann für Mieter teuer werden

Gibt ein Mieter am Ende des Mietverhältnisses nicht alle Schlüssel ordnungsgemäß ab, kann dies unter Umständen teuer werden. Denn mit einer Nachfertigung ist es nur in den wenigsten Fällen getan. Passt der verlorene Schlüssel auch zu anderen Türen des Wohngebäudes, wie Haupteingang oder Keller, ist die Sicherheit der Schließanlage nicht mehr gegeben und der Vermieter hat Anspruch auf Schadenersatz in Form des Austauschs der kompletten Schließanlage, einschließlich An- und Abfahrt des Handwerkers sowie Einbau und Anfertigung neuer Schlüssel. Dies gilt jedenfalls dann, wenn der Mieter den Verlust durch Verletzung seiner Sorgfaltspflichten oder fahrlässiges Handeln selbst verschuldet hat, führt awt Rechtsanwälte aus.

Bei der Bemessung von Schadenersatz entscheidet auch das Alter der Schließanlage

In einem entsprechenden Revisionsverfahren vor dem Bundesgerichtshof wurden die Austauschkosten von einem Sachverständigen beziffert. Ein einfacher Austausch „neu für alt“ scheidet dabei allerdings aus, erklärt awt. Die Rechtsanwälte weisen darauf hin, dass dies einer Bevorzugung des Geschädigten gleichkäme. Denn eine komplett neue Schließanlage hält länger als eine, die beispielsweise schon 10 Jahre im Dienst ist.

Unter Berücksichtigung dieser Gegebenheiten war ein 15-prozentiger Kostenabschlag vorzunehmen. Zudem wurde die nach Erfahrungen von awt Rechtsanwälte gängige Praxis der Verrechnung mit der einbehaltenen Kaution angewandt. So hatte der Mieter anstelle von ursprünglichen 1.367,32 Euro am Ende 970,35 Euro zu zahlen (LG Heidelberg 24.6.2013, 5 S 52/12).

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